(entnommen aus der Festschrift – Jahr 1994)

1919 – 16 Männer gründeten in der Hüttenschenke den „Arbeiterturnverein Weiherhammer“

Vorsitzender: Max Hirmer, Weiherhammer

Das Turnen war über Jahrzehnte die tragende Säule des Vereins. Bereits 1 Jahr nach der Gründung zählte die Abteilung 44 aktive Mitglieder. Ein Abturnen und einige Schauturnen waren die ersten schüchternen Versuche in der Öffentlichkeit. Doch bereits im Juli 1922 nahmen die Turner von Mantel und Weiherhammer mit einer Musterriege am Turnfest in Augsburg teil. Auch auf dem Turnfest in Amberg und Tirschenreuth im gleichen Jahr war die Abteilung erfolgreich vertreten.

Für die Turnstunden waren die Turnwarte Michael Hirmer und Michael Glaser verantwortlich. Unermüdlicher Förderer und Turnvater des Vereins war der damals 2. Vorsitzende Josef Dorsch. In dieser Eigenschaft sollte er den Verein durch alle Höhen und Tiefen bis zu seinem Wegzug Mitte der 30er Jahre begleiten.

Der Turnhallenbau in den Jahren 1924/25 brachte den Turnbetrieb vorübergehend zum Erliegen. Doch bald nach der Fertigstellung der Halle konnte ein deutlicher Leistungsanstieg beobachtet werden. Als Turnwarte fungierten Alois Bäumler und Michael Glaser. Auch eine Damenriege wurde gegründet. Alljährlich wurde ein An- und Abturnen veranstaltet. Ein besonderes Ereignis wiederum war die Teilnahme am Deutschen Turnfest in Köln 1928.

Ansonsten war die TSG auf fast allen Turnfesten in der näheren und weiteren Umgebung vertreten. Unsere Turnerinnen und Turner waren überall gern gesehene Gäste, weil man ihr Können inzwischen Schätzen gelernt hatte.

Die Wirtschaftskrise der 30er Jahre brachte gewisse Einschränkungen im Turnbetrieb. Zwar wurden die Turnstunden, vor allem von Jugendlichen, nach wie vor gut besucht,  aber auf die Teilnahme an auswärtigen Veranstaltungen musste jedoch oft genug aus finanziellen Gründen verzichtet werden.

Als im Spätsommer 1948 die in den Kriegs- und Nachkriegsjahren zweckentfremdete Turnhalle wieder bezugsfertig war, fanden sich auch die Turner wieder ein. Unter Leitung des altbewährten Turnwartes Fritz Nachtmann wurden bald wieder regelmäßig Turnstunden für Turnerinnen und Turner abgehalten. Das erste Vereinsturnfest nach dem Kriege am 3. Juli 1949 war eine gut gelungene Werbeveranstaltung für die TSG.

Die wachsenden Erfolge waren vor allem dem Turnwart Bartholomäus Vogel zu verdanken, der in dieser Zeit zur Abteilung stieß und der mit reichen Erfahrungen maßgeblich am Leistungsanstieg der Aktiven beteiligt war.

Das wichtigste Ereignis des Jahres 1952 war das Bayerische Landesturnfest in Augsburg. Mit 31 Wettkämpferinnen und Wettkämpfern stand die TSG, gemessen an der Teilnehmerzahl, an 5. Stelle in Niederbayern/Oberpfalz. Das Turnfest in Tirschenreuth im gleichen Jahr wurde mit 40 Aktiven besucht.

Auf dem Kreisturnfest 1953 in Schwandorf stellte die Abteilung mit Dietl Erich den besten Jugendturner. Auch auf dem Deutschen Turnfest in Hamburg im selben Jahr erkämpfte sich dieser talentierte junge Turner einen ganz beachtlichen Platz. 1956 beteiligen sich die Turnerinnen und Turner am Bayerischen Landesturnfest in Bamberg und Turnfest in Waldsassen. Es konnten in beiden Fällen gute Plätze belegt werden, ebenso wurde im Jahr 1958 mit großem Erfolg am Deutschen Turnfest in München teilgenommen. In den kommenden Jahren wurde das Turnen durch Abwanderung zahlreicher Aktiver zu neugegründeten Abteilungen (Faustball, Tischtennis, Tennis) immer mehr verdrängt.

Wie es in Krisenzeiten richtig ist, setzten die Verantwortlichen nun vor allem auf die Jugend. So tummelten sich in den 60er Jahren jeden Samstag 100 bis 150 Mädchen und Buben auf dem Sportgelände der TSG, bestens betreut von erfahrenen Übungsleiterinnen und Übungsleitern. Ohne jemanden herabsetzen zu wollen, müssen hier vor allem Elly und Helmut Putz, Gustl Kastner, Elfriede Braun und Gerlinde Wagner genannt werden, die in dieser Zeit sich hervorragende Verdienste um die Turnjugend erwarben. So war es nur eine logische Folge, da der Erfolg nicht ausblieb. Besonders die Mädchenriege war es, die sich auf den Sportfesten im gesamten Bundesgebiet einen ruhmvollen Namen machte. Die Fakten sprechen für sich.

  1. Platz – Bezirksmeisterschaften 1975 im Deutschen Achtkampf
  2. Platz – Bayer. Meisterschaften 1976 im Deutschen Achtkampf
  3. Platz – Deutschen Meisterschaften 1978 u. 1979 im Gruppenwettstreit
  4. Platz – Oberpfalzmeisterschaften 1980 u. 1981 im Turner-Jugend-Vierkampf

Life- Auftritt bei „Blickpunkt Sport“ im Bayerischen Sportfernsehen 1981 mit Tanz „Can-Can“

Das nach solchen Erfolgen das Niveau wieder sinken musste, ist natürlich. Doch wenn man den regen Turnstundenbesuch vor allem der Kleinen derzeit sieht, kann bei beständigen Trainingsfleiß durchaus ein weiteres Hoch auf die Turnschaft zukommen.

 

Jetzt:

Die Turnabteilung zählt (Stand 01.01.2018) 900 Mitglieder,

davon 314 Kinder, 73 Jugendliche und 513 Erwachsene.